Das Projekt

ANALYSE GUTER PRAXIS

Um das Experiment (Modell) zu definieren, sammelten und analysierten die Projektpartner Modelle zur Vermeidung von Schulabbruch in ihren jeweiligen Ländern und darüber hinaus in weiteren europäischen Staaten. Insgesamt wurden 38 Modelle guter Praxis identifiziert. Unter diesen wurden 14 Praktiken als am interessantesten für die Anwendung im Projekt “Jump@school” eingeschätzt und anhand eines standardisierten Templates genauer dargestellt.

Um die Modelldefinition zu ermöglichen, identifizierten sodann die beteiligten Organisationen CIOFS-FP und ZSI einige Kriterien für die Vorauswahl von Projekten und die 14 Projekte wurden anhand dieser Kriterien vergleichend analysiert.

Als wichtigste Themen dieser Analyse stellten sich die folgenden heraus:

  • Nutzung von “Laboratorien”, durchgeführt von professionellen Fachkräften oder Freiwilligen, innerhalb oder außerhalb von Schulen
  • Strukturelle Maßnahmen, die den Wiedereintritt in die Schule ermöglichen
  • Berufsbildungsberatung/ Berufsorientierung, Unterstützung beim Übergang Schule-Beruf
  • Fallmanagement
  • Territoriale Netzwerke innerhalb und außerhalb der Schule
  • Mix aus individuellen und gruppenbezogenen Interventionen
  • Zugang zum Arbeitsmarkt

Innerhalb dieser Themen wurden die Nutzung von Laboratorien, das Fallmanagement und die Berufsbildungsberatung/ Berufsorientierung als diejenigen ausgesucht, die durch das gesamte Konsortium bei einem transnationalen Treffen in Wien vertieft diskutiert werden sollten.

In der Folge dieses Treffens wurde ein maßgeschneidertes Modell, basierend auf Fallmanagement und Gruppenaktivitäten, für das Jump@School Projekt ausgesucht und entworfen.

Intervention

Aktivitäten im Rahmen dieses Projekts werden Schülern von 6 Schulen angeboten: zwei davon in Italien, zwei in Spanien und zwei in der Türkei; innerhalb und außerhalb der Schule. Aufgrund der Projektstruktur und der finanziellen Beschränkungen ist es nicht möglich, alle Aktivitäten allen Schülern anzubieten. Deshalb werden Schüler, die an dem Projekt teilnehmen, zufällig ausgewählt, wobei die Ausgewählten in unterschiedlicher Weise in das Projekt involviert werden: einige werden an den individuellen und Gruppenaktivitäten teilnehmen und zudem Fragebögen ausfüllen, andere werden nur einen Teil der Fragebögen ausfüllen und wieder andere werden in keine dieser Aktivitäten einbezogen.

Die Aktivitäten werden von “Operateuren” ausgeführt, die in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen erfahren sind. Wir nennen sie “JumpOs”, abgeleitet aus dem Projektnamen.

Diese Aktivitäten umfassen:

INDIVIDUELLE SITZUNGEN

die sehr wichtig sind, um die vorgeschlagenen Aktivitäten an die Charakteristika und Präferenzen jeden einzelnen Schülers anzupassen.

KREATIVE ARBEITSGRUPPEN

die es den Schülern ermöglichen, sich durch Musik, Videos, Erzählungen, Fotographien, Kochaktivitäten etc. auszudrücken.

AKTIVITÄTEN MIT VEREINEN UND ORGANISATIONEN

in der Region, an denen Schüler außerhalb der Schulstunden und je nach ihren Interessen teilnehmen können.

GRUPPENAKTIVITÄTEN

mit folgenden Inhalten: kick-off meeting, Ausflüge unter Anleitung, Thementage und eine finale Party.